Sonntag, 6. September 2009

01.09.2009 Eine Nacht in der Oper / A night at the opera

Die Wiener Staatsoper - ein Haus, weltweit bekannt fuer seine exquisiten kulturellen Darbietungen - hatte am 1. September Tag der offenen Tuer. Erbaut wurde sie in den Jahren 1861-69 und in den 1950ern nach schweren Kriegsschaeden neu errichtet. Anders als ich erwartet hatte, gabs keine erweiterte Fuehrung, sondern man konnte sich nahezu ueberall frei bewegen: in jeder Loge, auf und hinter der Buehne, in den Proberaeumen, usw... (= Am Ende des Abends gabs noch eine tolle Technik-Show. Leider ging an dem Abend meine Digicam endguetlig kaputt =/ daher sind die Bilder nicht so toll geworden.

The Vienna State Opera - a house worldwide known for its exquisit cultural performances - offered an open day on september 1st. It was built from 1861 to 1869 and rebuilt in the 1950's after heavy war damages. I expected extended guiding tours, but instead you could just walk around everywhere: on and behind the stage, see the stage from each and every loge, in the practice rooms and so on... (= At the end of the day they had a stunning technical show. Unfortunately my camera broke this evening =/ so the pictures are not that great.

18.-22.06.09 NovaRock Festival

Nach einem Jahr in Neuseeland ohne mehrtaegige Festivals, hatte ich einen Grund mich zu freuen wieder in Europa zu sein (= Das NovaRock im Oesterreichischen Burgenland - nur eine Stunde von Wien entfernt und nahe der Grenze zu Ungarn sollte es also sein und es war klasse! Mit David und einigen seiner Bekannten bin ich schon donnerstags hier angereist und wir haben uns nach dem Zeltaufbau gleich ins Festival-Leben gestuerzt: grillen, Bier, noch mehr grillen, usw... =D Auf 2 Buehnen gabs dann von Freitag bis Sonntag Bands wie Slipknot, Disturbed, Metallica, Placebo, Staind, Lacuna Coil, In Extremo, Limp Bizkit und massig mehr... hier einfach ein paar pics (=

After a year in New Zealand without festivals longer than a day, I had good reasons to be happy being back in Europe (= so it was the NovaRock Festival in the Austrian state "Burgenland" near the Hungarian border just an hour from Vienna - and it was awesome! I arrived a day earlier with my mate David and some of his friends and after building the tents we enjoyed the festival lifestyle: BBQ, beers, more BBQ, and so on =D from friday to sunday there were bands as Slipknot, Disturbed, Metallica, Placebo, Staind, Lacuna Coil, In Extremo, Limp Bizkit and many more on 2 stages... just some pics (=

05/2009 Entlang des Wienflusses Teil 1 / along Vienna River part 1

Von Maerz bis Juni habe ich im 5. Bezirk Wiens gewohnt, genannt Margareten. Relativ zentral gelegen, befindet sich Margareten vor allem am Wienfluss, der etwas weiter dann in die Donau muendet. Einst als Prachtstrasse geplant, findet man entlang der Wienzeile, jeweils links und rechts des Wienflusses einige interessante Jugendstil-Gebaeude...

Eines der wohl beruemhteste Gebaeude hier, ist das von Otto Wagner 1898 erbaute sogenannte Majolika-Haus [Bild 1]. Seine Fassade ist mit kunstvoll individuell bemalten Kacheln verziert, die ein Blumenranken-Muster zeigen. Direkt daneben befindet sich das ebenfalls von Otto Wagner gebaute Haus "Linke Wienzeile 38" [Bild 2]. Die Gestaltung besteht hier aus vergoldeten Pflanzen-Ornamenten und auf dem Dach sind die "Ruferinnen" zu sehen. Etwas den Wienfluss aufwaerts steht der "Ruediger-Hof" [Bild 3], der im Jahre 1902 von Oskar Marmorek gebaut wurde und in dem sich ein gemuetliches Cafe mit schattigem Gastgarten befindet. Das Gebaeude auf [Bild 4] ist nicht weit davon entfernt und direkt an der UBahn-station "Pilgramgasse"...
Was heute nur indirekt am Wienfluss liegt, ist das Gebaeude der Wiener Secession [Bild 5]. Es wurde 1897/98 von Josef Maria Olbrich gebaut als Ausstellungshaus fuer die damals neu entstandene Kunstrichtung des Jugendstil, bzw. der Wiener Variante davon. Der Wienfluss selbst ist an dieser Stelle unter der Strasse verborgen (=

From March to June I've been living in Vienna's 5th district, called Margareten. Being pretty central, Margareten lies next to Vienna River, which flows into Danube River a little further. Once planned as a boulevard, you can find many interesting Art Nouveau buildings along "Wienzeile", the street left and right of the river...

One of the most famous here is the so-called "Majolika House", built by Otto Wagner in 1898 [pic 1]. Its facade is covered with individually painted glazed tiles, showing a flower pattern. Just next to it is the "Linke Wienzeile 38" [pic 2], also built by Otto Wagner. Here you find golden plant ornaments and the "Ruferinnen" (calling women) on the roof. A little up the Vienna River you get to the "Ruediger-Hof" [pic 3], built in 1902. Inside there is a nice cafe with a shady guest garten. The building on [pic 4] is not far from the "Ruediger-Hof" and just opposite the underground station "Pilgramgasse"...
The "Vienna Secession Building" [pic 5] is only indirectly located at the Vienna River today. In 1897/98 it was built by Josef Maria Olbrich as an exhibition place for Vienna's alternative to Art Nouveau, the Secession. The river itself is hidden under the street (=

05/2009 Wiens Vergangenheit / Vienna's past

Waehrend des 2. Weltkrieges war Oesterreich ans Deutsche Reich angeschlossen. Als eine der groessten Staedte des Landes, musste Wiens Bevoelkerung natuerlich auch gegen Luftangriffe geschuetzt werden und so wurden zwischen 1942 und 1945 sechs Flaktuerme errichtet. Diese massiven Beton-Gebaeude stehen heute noch verteilt in der Stadt...

Im Arenbergpark im 3. Bezirk steht dieser grosse Turm [Bild 1] - der erste, der in Wien errichtet wurde und auch der mit der groessten Baumasse (er misst an der Basis 47m x 47m). Es handelt sich hierbei um einen sogenannten Gefechtsturm der Bauart II, was im Vergleich zur Bauart I weniger Baumaterial beanspruchte. Alle Wiener Flaktuerme wurden als Paare errichtet. Jeweils ein Gefechtsturm wurde somit von einem Leitturm begleitet und der hierzu gehoerige Leitturm steht ebenfalls im Arenbergpark - im Zuge eines Kunstprojektes wurde er mit einem Spruch versehen... [Bild 2]
Im Esterhazypark im 6. Bezirk ist der Leitturm des naechsten Paares zu sehen. Dies ist der einzige heute oeffentlich zugaengliche Turm aller Wiener Verteidigungsanlagen des 2. Weltkrieges. Das "Haus des Meeres", ein Aquazoo, hat hier sein Heim gefunden und der Oesterreichische Alpenverein hat eine Wand als Kletterwand umgestaltet (zu sehen auf [Bild 3], etwas vom Baum verdeckt).
Das zuletzt gebaute Paar befindet sich im Augarten im 20. Bezirk und wurde erst im Fruehjahr 1945 fertig. Hier stehen sie monumental mit einer Hoehe von 55 Metern weit ueber den Baumen. Die Groesse ergab sich durch ihre Lage: je hoeher das Boden-Niveau, desto niedriger der Turm - so konnte erreicht werden, dass sich die oberen Platformen alle auf der selben Hoehe ueber dem Meeresspiegel befinden um die Koordination zu vereinfachen. [Bild 4] zeigt den Gefechtsturm, der nach dem Krieg durch einen Unfall etwas beschaedigt wurde und [Bild 5] den Leitturm...

During WW2, Austria was a part of the German Reich. As one of the country's biggest cities, Vienna's inhabitants had to be protected against air raids. Between 1942 and 1945, six flak towers have been built and these massive concrete buildings still exist spread around the city...

This huge combat tower [pic 1] is located in Arenberg Park in Vienna's 3rd district - the first and biggest built here (it measures 47m x 47m at it's base and a hight of 42m). It has been planned in the so-called design II, which saved a lot of concrete comparing to design I, used in Berlin and Hamburg. All the flak towers in Vienna are built as pairs and each Gefechtsturm (combat tower or gun tower [G-Tower]) was followed by a Leitturm (fire control tower or lead tower [L-Tower]. So the adjoining lead tower can also be found in Arenberg Park - for an arts project it has been painted with these words... [pic 2]
The lead tower of ne next pair of towers stands in Esterhazy Park in Vienna's 6th district. This is the only one publicly accessable today. The "Haus des Meeres" (house of the sea, an aquatic zoo) has it's home here - and the Austrian Alpenverein (alpine club) changed one of the walls to a climbing wall (visible on [pic 3], partly covered by the tree).
The last pair built here can be found in Augarten Park in Vienna's 2nd district. They stand tall above the trees with a hight of 55 meters. The hight depended on their location: the higher the ground level, the smaller the tower - thus the upper platforms of all towers are exactly on the same hight above sea level, which made it easy to coordinate them. [pic 4] shows the combat tower, which has been damaged slightly by an accident after the war and on [pic 5] you see the adjoining lead tower...